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IT Business

Kleine Rückschau: Visitenkarten-Party der rüsselsheimer Wirtschaftsförderung

Ein Lichtstreif am Horizont: es tut sich was in der rüsselsheimer Wirtschaftsförderung. Früher hat die vielleicht auch was getan, aber man hat nie etwas davon bemerkt – jetzt ändert sich das ein wenig, womöglich dank neuer Personen. Ich selbst habe jedenfalls schon an der zweiten Veranstaltung in diesem Jahr teilgenommen.

Manöverkritik

Gleich vorab, ich war nur 25 Minuten da und musste dann noch geschwind zum Ehrenamt – beim nächsten Mal bleibe ich allerdings gerne etwas länger.
ABER: ey, liebe Veranstalter, jeder braucht ein Namensschild! Nicht, weil es ach so highly sophisticated super businessmässig wäre, nein, weil es die Kommunikation erleichtert und neuen oder unbekannten Teilnehmern die Ansprache und das angesprochen werden ungemein vereinfacht. Ne? Genau.

Ich hab mir dann schnell so eins gemalt (NATÜRLICH mit meinem twitter-Namen @hquadrat drauf!), weil es unter uns Webmenschen üblich geworden ist, seinen twitter-Namen auf das Namensschild zu schreiben.

Photo credit by @pbikic via flickr (Klick auf's Bild)

Photo credit by @pbikic via flickr (Klick auf's Bild)

Dann weiss man gleich wer da was rumtwittert zur Veranstaltung und wie man denjenigen erreichen kann – o.k., für den Durchschnittsbesucher an diesem Abend war das wahrscheinlich Faktor 4 zu advanced – deswegen: ein einfaches Namensschild, von Hand mit Edding leserlich den Namen drauf, super, reicht schon. Nicht vorher gedruckt, nicht zu viel Aufwand.
Eine nette Organisatorin (leider auch bis in alle Ewigkeiten namenlos, weil ohne Schild) hat mir dann noch ein offizielles badge angeboten, aber da hatte ich ja schon mein cooles ;-).

Immer zu viel Opel Bla-Bla

Die einleitende Präsentation: in der Präsentation des Vortragenden (ich glaube das war Herr Röder, bin mir aber nicht sicher) hatte zu viel – und auch noch unreflektierte – Zahlen und dauerte zu lang – “wir haben so und so viel Arbeitsplätze mit R&D in Rüsselsheim und sind so cool”. Und auch noch mehr Prozente als Darmstadt, ja klar die Waldfee.

Nix haben wir, wenn Opel oder HP morgen weggehen (was internationale Konzerne gerne mal im Handstreich und ohne zu fragen machen), dann haben wir Wüste und ganz miese Zahlen und der praktische Nutzen dieser Konzerne für die Stadt geht schon lange von gering weiter gegen Null. Also die Poserei mit den Zahlen und der immer ewig wiederkehrende Bezug zu Obbels sind einfach überholt, die gedankliche Opel-Monokultur sollte vorbei sein.
Wenn man da weiter etwas prägen möchte, spricht man doch vielleicht besser von einem Automotive-Cluster dessen Grenzen noch abzustecken wären, aber auch diese – dann stark erweiterte Einschränkung – ist ja mal zu überdenken.

Gründer – und es war ja nominell eine Veranstaltung für Gründer – interessiert so etwas nur sehr bedingt, weil sie von solchen Unternehmen ohnehin selten profitieren (ja, es sei denn sie gründen explizit im Automotive-Bereich). Die Fragen sind ja eher konkreterer Natur: was bietet Rüsselsheim mir als Gründer und warum sollte ich genau hier bleiben? Oder mich hier ansiedeln? Treffe ich auf fachverwandte andere Gründer zum Austausch? Hoffen wir mal, dass das später im Vortrag noch kam – ich bin dann jedenfalls aus Zeitmangel gegangen.

Location

Die Location war top, nett, angenehm und sehr gut geeignet: die Pianobar des Adlerpalast in der rüsselsheimer Innenstadt. Nicht zu groß und nicht zu klein, Aufteilung für den Anlass gut gewählt und der Service war super.

Also die Sache hat Potential, sollte mal wieder stattfinden. Und ich muss mir dringend neue Visitenkarten drucken lassen.

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